Ernährungsberatung

LEBENSMITTELINTOLERANZEN – WAS IST DAS?

Wenn der Körper Stoffe als fremd oder schädlich erkennt, setzt eine Gegenreaktion des Immunsystems ein, um die Fremdstoffe zu eliminieren oder zumindest so zu bearbeiten, dass sie keinen Schaden anrichten können. Die heftigste Form dieser Abwehrreaktionen sind Allergien. Sie setzten innerhalb kürzester Zeit ein und können auch lebensbedrohliche Zustände herbeiführen (z.B. Symptome, wie Juckreiz der Haut oder Augen, rinnende Nase, Husten oder allergisches Asthma). Auf der anderen Seite gibt es zeitverzögerte Reaktionen, die in der Heftigkeit nicht so ausgeprägt sind. Wenn von Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Rede ist, dann handelt es sich nicht um Allergien, sondern um abgeschwächte Reaktionen im Magen-Darmtrakt, die in ausgeprägtem Fall Durchfälle, Magenkrämpfe, Blähungen, Kopf- oder Gelenkschmerzen, Wasseransammlungen, Cellulitis, chronisch verstopfte Nase, Humorschwankungen, unerklärliche Gewichtszunahme, Sodbrennen und Gastritis verursachen können. Ganz überwiegend sind die Reaktionen gedämpft und in ihre Wirkung schleichend, langfristig jedoch ebenfalls gesundheitsschädigend.

Immer dann, wenn Symptome dieser Art auftreten, sollten sie hinterfragen was sie zuletzt oder am Tag zuvor gegessen haben. Ist die Reaktion ausgeprägter, dann treten die Symptome in circa zwei Stunden nach dem Essen auf. Eine Reaktion mit einer Zeitverzögerung von einem Tag ist jedoch auch möglich.

HÄUFIGKEITEN – URSACHEN?

Am häufigsten werden für Lebensmittelintoleranzen Gluten und Laktose genannt. Dies betrifft bei Gluten jedoch lediglich circa 10 – 15 % und bei Laktose circa 20 % der Gesamtbevölkerung in Westeuropa. Die in IgG-Lebensmitteltests gemessenen Unverträglichkeiten sind jahreszeitlich leicht schwankend und betreffen am häufigsten Kuhmilchprodukte, Weizen, Hühnerei, Schwein und Hefe. Die genauen Ursachen hierfür sind nicht bekannt, es liegt jedoch der Verdacht nahe, dass die Fütterungsmethoden und die Methoden des Anbaus beziehungsweise der Weiterverarbeitung von Lebensmitteln eine ganz entscheidende Rolle spielen, dazu gibt es Experte, welche diese Unverträglichkeiten mit einer schlechten Darmflora, also einer nicht korrekten Permeabilität der Darmwand in Verbindung setzen.  Tatsache ist, dass Nahrungsmittelunverträglichkeiten und echte Allergien auf Lebensmittel stark zunehmen.

WAS TUN, WENN DER VERDACHT AUF EINE NAHRUNGSMITTELUNVERTRÄGLICHKEIT VORLIEGT?

Als erstes sollten Sie mit Ihrem Arzt reden, beziehungsweise ihn darauf ansprechen. Sie sollten aber wissen , dass die Schulmedizin den Begriff der Nahrungsmittelunverträglichkeiten als Allergieform ablehnt und bezeichnet nachgewiesene IgG-Antikörper auf bestimmte Lebensmittel als normale Reaktion des Körpers. Tatsache ist jedoch, dass es gerade hier starke individuelle Schwankungen in Abhängigkeit von den Beschwerden gibt und dies mit einer „normalen” Reaktion nicht zu erklären ist. Auch der individuelle Behandlungserfolg nach Vermeidung der ausgetesteten Lebensmittel sollte diese Argumentation eindeutig widerlegen.

In der Alternativmedizin gibt es weitere Möglichkeiten eine grobe Austestung der wichtigsten und am häufigsten unverträglichen Nahrungsmittel vorzunehmen. Anhand dieser Testung können Sie mit einem Auslassversuch (vermeiden der positiv getesteten Nahrungsmittel) überprüfen, ob und in welcher Form eine Besserung ihrer Beschwerden innerhalb von zwei bis vier Wochen eintritt. In der Regel reicht die Grobaustestung jedoch nicht, da jeder Mensch ein für ihn typisches Unverträglichkeitsmuster hat. Hier empfiehlt sich die Durchführung eines Nahrungsmittelunverträglichkeitstests durch Blutabnahme.

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